Und da ist es endlich

Der finale Teil unserer Badboyromancereihe „Lover wider Willen“ ist erschienen.

Ab sofort findet ihr ihn bei Amazon … klickt einfach auf das Bild 😉

Gay Couple
© Nicholas Piccillo

Demnächst werden wir dazu noch ein Taschenbuch erstellen, die Formatierung braucht aber noch eine Weile, immerhin schreiben wir weiter fleißig am nächsten Projekt … wobei uns schon das darauf  folgende ebenfalls schon im Kopf herumschwirrt.

COMING SOON *** COMING SOON *** COMING SOON

© Nicholas Piccillo

und hier für alle ein kleiner Vorgeschmack aus den neuesten Kapriolen von #TobiasundTimo

„Aber du weißt schon, dass heute Abend unsere Semesterparty auf dem Campus stattfindet?“, ruft Timo ihm zu, während er die Treppen hinuntereilt und letztendlich an der Kellertür stehen bleibt.
„Oh, das habe ich offensichtlich erfolgreich verdrängt. Schließlich kenne ich da niemanden und habe auch ehrlich gesagt keine große Lust, mitzukommen.“
Mit empörtem Blick und leicht enttäuschtem Gesichtsausdruck setzt Timo zu einer Antwort an.
„Ich habe dir bereits vor mehreren Wochen von diesem Tag erzählt und dir mitgeteilt, dass es ausdrücklich erwünscht ist, dass wir unsere Partner mitbringen. Sofern ich es recht in Erinnerung habe, hast du sogar genickt.“
„Ja! Das habe ich“, wirft Tobias ein, während er ein paar Kisten von einer Ecke in die andere stellt, dabei ächzende Laute ausstößt und sich daraufhin mit dem linken Ärmel den Schweiß von der Stirn wischt. „Aber nur weil ich nicke, heißt das nicht, dass ich dich begleite, sondern lediglich, dass ich vernommen habe, dass du mir die Information gegeben hast.“
„Und was genau soll mir das sagen?“
„Das bedeutet, dass ich hier im Keller weiterhin Ordnung schaffe und du mir entweder hilfst oder dir deine durchlöcherte Jeans über deine wohlgeformten Beine schiebst und allein dorthin gehst.“
Kopfschüttelnd dreht sich Timo um und geht mit langsamen Schritten in die Wohnung zurück. Wortlos schaut Tobias ihm hinterher und entscheidet sich kurz darauf, Timo auf dem Fuße zu folgen.
„Was ist denn nun los? Habe ich in deinen Augen wieder einmal irgendetwas falsch gemacht?“
„Weißt du was, Herr Aufräumwütig? Ich ärgere mich jetzt schon darüber, dass ich dir überhaupt erzählt habe, dass wir eine Party geplant haben. Schließlich hätte ich es wissen müssen, dass du, wie schon des Öfteren, nicht dabei sein möchtest. Deshalb könnte ich mir selbst in den Hintern beißen. Geh doch einfach zurück in deinen ach so geliebten Keller und sortiere Sachen, die sowieso niemanden interessieren. Ich weiß zumindest für mich, dass ich gleich auf den Campus fahre und Spaß haben werde.“
Wütend rennt Timo über den Flur, um das Bad zu entern. Tobias will ihn zurückhalten, da er sich weiter erklären möchte, doch als Tobias Timo am Arm packt, reißt dieser sich augenblicklich von ihm los und verschwindet in der Nasszelle.
„Ich habe halt keinen Bock auf diese Feier. Was soll ich unter einer Masse von Studenten, die mir allesamt völlig fremd sind? Außer dir und diesem blöden Dozenten werden mir keine bekannten Gesichter über den Weg laufen. Und glaub mir, dieser von Sonnenwald würde nicht unbedingt für gute Laune bei mir sorgen“, ruft Tobias ihm vom Flur aus zu, woraufhin Timo, der zwischendurch sogar die Tür zum Bad verschlossen hat, diese einen spaltbreit öffnet und den Kopf hindurchsteckt.
„Dozenten sind doch gar nicht da. Es geht mir einfach nur darum, mit dir etwas zu teilen, dazu bist du jedoch anscheinend nicht in der Lage. Also grüß mir die Spinnen zwischen all dem Sperrmüll, ich mache mich jetzt fertig, wir treffen uns schließlich in einer Stunde für die Vorbereitungen“, schnauzt er missmutig auf den Flur, bevor er ein weiteres Mal mit Nachdruck das Türblatt zudrückt und deutlich hörbar und energisch den Schlüssel umdreht.
Achselzuckend wendet sich Tobias ab, nachdem er erkennen muss, dass Timo nicht erneut zu öffnen gedenkt, sondern stattdessen die Brause rauscht und Musik erklingt, die ganz offensichtlich von Timos Handy abgespielt wird, da das Radio im Badezimmer seinen einigen Tagen seinen Dienst verweigert. Sofern Timo auf diese Party gehen möchte, soll er das tun, er wird ihn nicht bitten zu bleiben, warum auch? Immerhin ist er alt genug, um zu wissen, was er tun möchte.
Tobias betritt die Küche, nimmt sich eine Flasche Selter aus dem Kühlschrank und während er durstig den ersten Schluck durch seine staubige Kehle laufen lässt, kommt er ins Grübeln. Hat er Timo allen Ernstes versprochen, mitzugehen? Nein, definitiv nicht, dessen ist er sich sicher. Vielmehr ist es tatsächlich so, wie er es eben gesagt hat: Er hat die Information gehört und verarbeitet, allerdings nicht als explizite Einladung aufgefasst. Timo hätte ihn allerdings wenigstens gestern noch einmal darauf ansprechen können, wenn es für ihn dermaßen wichtig ist, dass er in Begleitung dort erscheinen will. Woher soll Tobias denn wissen, dass es für seinen kleinen Studenten beinahe einem Weltuntergang gleichkommt, dass er nicht mit seinem Freund knutschend und Händchen haltend dort ankommt?
Kopfschüttelnd lauscht Tobias einen Augenblick, ob Timo eventuell doch endlich Anstalten macht, aus der Nasszelle zu kommen, entscheidet sich jedoch nach weiteren fünf Minuten dafür, seine unterbrochene Arbeit im Keller fortzusetzen und zu warten, ob Timo sich wenigstens verabschiedet.
Diese Hoffnung zerschlägt sich allerdings eine knappe halbe Stunde später mit dem Knall, den Timo durch das Zuschlagen der Haustür verursacht.